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News Meldung

Wiesejaggltunnel am Kaunertaler Gletscher > Wurfweitenmessung
09.10.2014 02:09 Alter: 5 yrs
Von: Lothar Müller

Forum AVT: Innsbruck - Stadt der Wettbewerbe


Elmar Draxl und Franz Markowski

Am Planungstisch

Auf der Baustelle

Kurze Verschnaufpause

Ein kleines Dankeschön

Innsbruck ist bezüglich Bauten eine Stadt der Wettbewerbe. Dass dies so sei, sei wesentlich auf den früheren Bürgermeister Herwig van Staa zurückzuführen – das erklärte „Planungsstadtrat“ Gerhard Fritz beim jüngsten „Forum AVT“. Dieses interdisziplinäre Forum wurde vor 16 Jahren anlässlich der 30–Jahr–Feier der Vermessung AVT (Imst) von den AVT- Gesellschaftern, dem damaligen LH Alois Partl und mehreren Professoren der Universität Innsbruck gegründet und dient dem Dialog Technik – Gesellschaft. 

Begeisterung für so ein Projekt! 

Beides – sowohl die qualitativen Folgen von Architekturwettbewerben als auch die Anforderungen der Gesellschaft an die Technik – wurden beim jüngsten Forum „durchgespielt“. Am Beispiel des im Bauabschluss befindlichen Wohnheimes O–Dorf. Und die etwa 30 TeilnehmerInnen – von Baumanagern über Vertreter von Gesundheitseinrichtungen, der Universität Innsbruck, der Finanzexperten und natürlich der Vermessungstechnik – waren überzeugt und begeistert. 

Das Haus, ein neugestaltetes Naherholungsgebiet, der Inn. Und auch eine Biberfamilie. 

Der Bau des Wohnheimes ist die soziale Antwort der Stadt Innsbruck auf das Älterwerden der seit 50 Jahren ins O–Dorf gezogenen Menschen. Es wird 118 SeniorInnen Heimat sein. Faszinierend ist nicht nur die Aussicht – Inn, die Berge –, sondern auch das mit viel Kreativität und Engagement gestaltete Verhältnis zwischen Haus und der neuen Umgebung: Flusslandschaft, Naherholungsgebiet (14 000 m²). 

Superführung durch Prof. Lugger und Projektleiter Elmar Draxl 

Stadtbau–Geschäftsführer Prof. Klaus Lugger und Projektleiter Ing. Elmar Draxl begleiteten die Gruppe sowohl durch das neue Haus wie auch durch die Abschlussdiskussion. Und schilderten anfängliche Bedenken gegen das Projekt ebenso wie die Fragen der Energieversorgung, des Hochwasserschutzes und der Erdbebensicherheit. Inklusive der „Familie Biber“. 

Was die Nutzer brauchen 

Das Wohnheim wird nach Übergabe von den „Innsbrucker Sozialen Diensten ISD)“ betrieben. GF Hubert Innerebner stieß mit seiner Stellungnahme eine intensive Diskussion über die Anforderungen von HeimbewohnerInnen an Bau und Technik an. 

NHT: Jetzt kommt die Photovoltaik

Die Abschlussrunde galt neben dem Wohnheim auch den Projekten der Neuen Heimat Tirol. Prof. Lugger verwies dabei u.a. auf die sensiblen Herausforderungen bei den „Südtiroler Siedlungen“ und die Bemühungen um das Eindämmen der Energiekosten („Jetzt kommt die Photovoltaik“). Sein Vorstandskollege Hannes Gschwentner berichtete, dass die Neue Heimat Tirol der Bauträger mit den meisten Wohnheimbauten sei.

Planungsstadtrat: 6000 Wohnungen auf die Schiene bringen! 

Innsbruck wird in 10 Jahren 165 000 EinwohnerInnen haben, 15 000 mehr als derzeit. Wir brauchen dazu etwa 6000 Wohnungen. Diese will der Planungsstadtrat zur Hälfte durch Umnutzung und Nachverdichtung, zu je einem Viertel durch Mobilisierung beschlossenen Baulandes und durch Neuwidmungen auf Schiene bringen. Gerhard Fritz präsentierte dem Forum dann auch die zentralen Projekte der Landeshauptstadt. Neben den Wohnprojekten: Regionalbahn, Sicherheitszentrum, Haus der Musik, PEMA 2. 

Erste Reaktionen 

DI Franz Markowski hat nicht nur die Vermessung AVT gegründet, sondern auch das 30 Jahre später entstandene Forum AVT. Für ihn war diese Veranstaltung ein „Highlight“ hinsichtlich Zukunftsorientierung, der gemeinsamen Suche nach optimalen technischen Möglichkeiten für die Herausforderungen der Gesellschaft, in diesem Falle der älteren Menschen. Die Vermessung AVT war neben „Senior“ Franz Markowski auch durch DI Roman Markowski und den Leiter der AVT in Innsbruck, DI Josef Wendl, vertreten. Unter den TeilnehmerInnen  auch der frühere Direktor der Innsbrucker Wasserwerke, DI Herwig Herbert. Dieser schilderte – als Anwohner des Wohnheimprojektes – die erfolgreichen Bemühungen der NHT um Verständnis für die Belastungen der Anrainer im Zuge der Bauphase. Es seien auch noch zahlreiche Aussagen während der Besichtigung des Wohnheimes zusammengefasst. „Dieses Haus zeigt die Wertschätzung der Verantwortlichen der Stadt und des Bauträgers gegenüber der älteren Generation“.