Vermessung aus der Luft

Erfassung großer Flächen in sehr kurzer Zeit – und mit hoher Detailschärfe

Die Aerial Photogrammetry nutzt Luftbilder für die Erstellung von Orthophotos und für die 3D-Vermessung natürlicher oder künstlicher Objekte. Beim Laserscanning werden 3D-Punktwolken erfasst, deren Klassifizierung die Ableitung detailgetreuer Oberflächen- und Geländemodelle erlaubt.

Unsere Leistungen reichen von der Planung und Befliegung über die Orientierung und Auswertung bis hin zum Endprodukt, das auf die Anforderungen des Auftrags zugeschnitten ist.

Befliegung

Sensoren, Flugplanung, Durchführung

Je nach Aufgabenstellung kommen Digitalkameras, Laserscanner, Thermalsensoren und/oder Hyperspektralsensoren mit der erforderlichen Zusatzausstattung zur präzisen Bestimmung des Flugpfads zum Einsatz (GPS, INS).

Die Flugdurchführung erfolgt mit speziell ausgestatteten Flugzeugen, Hubschraubern oder unbemannten Fluggeräten (Drohnen).

Airborne Laserscanning Befliegungen werden von unserer Tochter  AVT- Airborne Sensing durchgeführt. Mit 3 Fluggeräten (Flugzeuge sowie Helikopter) und 3 Riegl Messsystemen verfügt unser Partner Milan Geoservice über genug Kapazitäten, um schnell reagieren zu können.

Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Broschüre.

 

Orientierung

Zweck und Vorgangsweise

Um Luftaufnahmen für die Vermessung verwenden zu können, müssen diese mit hoher Genauigkeit orientiert werden. Beim Bildflug spricht man von der Aerotriangulation, beim Laserscanning von Fein-Georeferenzierung bzw. Streifenausgleich.

Für die Orientierung werden folgende Eingangsdaten verwendet:

  • GPS/INS-Daten aus der Befliegung, die mit Daten von permanenten GPS-Stationen kombiniert werden (direkte Georeferenzierung)
  • Verknüpfungen innerhalb eines Flugstreifens oder zwischen benachbarten Streifen
  • Am Boden vermessene Passpunkte oder -ebenen (indirekte Georeferenzierung)

Orthophoto

Einsatz, Arten, Spezialisierung

Die Einsatzmöglichkeiten von Orthophotos sind sehr vielfältig und reichen von der Dokumentation von Umweltveränderungen bis hin zu Planungsgrundlagen für Baumaßnahmen. Man unterscheidet zwei Arten von Orthophotos:

  • DGM-basiert: hohe Kantenschärfe, Lageversatz von Gebäuden oder Bäumen (Bildsturz)
  • DOM-basiert: reduzierte Kantenschärfe, Gebäude und Bäume erscheinen lagerichtig

Die AVT hat sich auf mehrere Aufgabenfelder spezialisiert:

  • Hochauflösende Orthophotos (2,5 bis 5 cm) für Kommunen oder Stromversorger, häufig im Zusammenhang mit Leitungskataster-Projekten
  • Winter-Orthophotos für Schiregionen, z.B. für die Schiregion Amadé
  • Thermal-Orthophotos zur Analyse der Energieeffizienz von Gebäuden (aktuelles Forschungsprojekt)

Bildauswertung

3D-Vermessung mit Luftbildern

Luftbilder werden zur manuellen oder automatischen 3D-Auswertung verwendet. Die Messung erfolgt sehr schnell und präzise und reduziert den Bedarf an teuren Messarbeiten vor Ort.

Klassifizierung

Punktwolken aus Laserscanning und Bild-Matching

Punktwolken aus Laserscanning und Bild-Matching stellen die Geometrie der Erdoberfläche und der aufgenommenen Objekte sehr gut dar. Die Information jedoch, um welches Objekt es sich handelt, wird jedem einzelnen Punkt im Rahmen der Klassifizierung zugewiesen.

Modellierung

Die Datennutzer brauchen digitale Geländemodelle (DGM, DTM) und Oberflächenmodelle (DOM, DSM), die aus klassifizierten Punktwolken abgeleitet werden. Viele Anwendungsprogramme und Planungsprozesse verwenden solche regelmäßige Rasterdatensätze mit konstantem Punktabstand.

Interpretation

Die Interpretation von Luftbildern oder Orthophotos befasst sich mit der Landnutzung (z.B. Bebauungsgrad, Bewaldung) und ist insbesondere für die Landwirtschaft ein brisantes Thema.

Derzeit bearbeitet die AVT ein mehrjähriges Projekt in Dänemark, bei dem sämtliche landwirtschaftlich genutzten Parzellen des Landes (ca. 300.000 Stück) einer unabhängigen Kontrolle nach detaillierten Richtlinien unterzogen werden (Projekttitel „Screening af Markblokke“).

Drohnen (UAV)

Schnell zur Stelle – flexibel in der Anwendung

Wenn die Flächen für die Feldvermessung zu groß und die Befliegung mit Flugzeug oder Helikopter zu unwirtschaftlich wären, kommen Drohnen (UAV) zum Einsatz.

Die Vorteile sind kurze Mobilisierungszeiten und berührungslose Messverfahren. Der laufende Betrieb am aufzunehmenden Objekt wird nicht gestört und gefährliche Vermessungen können aus sicherer Entfernung durchgeführt werden.

Folgende Einsatzszenarien gehören zu unserem Standardrepertoire:

  • Fassadenaufnahmen für Umbauplanungen
  • Dokumentation von Kulturgütern (z.B. Kirchen)
  • Steinbrüche, Schottergruben
  • Deponien
  • Geschiebefallen
  • Betriebsstandorte
  • Lifttrassen im Hochgebirge
  • Geländekorrekturen

Die Daten werden je nach Anforderung des Kunden, der Planer oder der ausführenden Unternehmen produziert. Wir liefern:

  • Orthophotos mit  bis zu 1 cm Bodenauflösung
  • Eingefärbte 3D-Punktwolken
  • Digitale Gelände- und Oberflächenmodelle mit bis zu 10 cm Bodenauflösung inklusive Klassifizierung (Gelände, Gebäude, Gewässer, Vegetation,..)
  • Konventionelle 2,5D- und 3D-Lage-/Höhenpläne mit Höhenschichtlinien und Vektordaten der Objekte und Anlagen
  • Kubaturen und Volumenveränderungen
  • Soll-/Ist-Analysen in Profilen und Flächen
  • Vermaschte 3D-Modelle mit Textur
  • Zugang zu den Modellen und Punktwolken über Internet-Dienste (PoTree, Sketchfab)
  • Virtual Reality Visualisierung der texturierten 3D-Modelle

Unsere Drohnen können einen Sensor mit einem Gewicht von bis zu 5 kg tragen. Wir fliegen entweder mit einer Kamera oder einem Laserscanner.

Gravelpit, 3D Model

Die wichtigsten Vorteile

Die wichtigsten Vorteile dieser Verfahren sind:

  • Effizienz: Große Gebiete können in kurzer Zeit aufgenommen werden
  • Genauigkeit: Zentimeter- bis Dezimeterbereich
  • Auflösung und Detailschärfe

Ihr Ansprechspartner

Georg Witsch

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