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Brennerbasistunnel - Exkursion Forum AVT (31.08.2010)

Der Brennerbasistunnel in seiner „Gesamtheit“! Da steckt noch viel mehr drin!
„Das Forum AVT widmet sich seit zwölf Jahren dem Dialog Technik – Gesellschaft.
Wir sind eine interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe und betrachten die Projekte und Technikentwicklungen dementsprechend in ihrem Zusammenhang. Das gilt insbesonders für Vorhaben wie den Brennerbasistunnel. Dieser wird die Infrastruktur der Zukunft unseres Landes und die Lebensqualität unserer Nachkommen wesentlich verbessern“.

Dies erklärten die beiden Mitbegründer des Forums, Alt – Landeshauptmann Alois Partl und Franz Markowski (Vermessung AVT) anläßlich der gestern durchgeführten Forumveranstaltung.
Und an Interdisziplinarität bestand bei der über vierzigköpfigen Besuchergruppe kein Mangel:
Techniker und Geisteswissenschaftler( unter ihnen Alt – Rektor Hans Moser), Forstleute und Vertreter von Innovationszentren, Bürgermeister, HTL – Direktoren und Manager, Volkswirte und Theologen – alle zeigten intensives Interesse an diesem knapp vor der Umsetzung stehenden Projekt. Natürlich mit dabei: die Gesellschafter und Geschäftsführer der AVT.

Da kommt Begeisterung auf!
In den Referaten und den Besichtigungen (Erkundungsstollen Sillschlucht, Fensterstollen Mauls) kam die volle Breite an „Zusammenhang“ und Synergiemöglichkeiten zum Ausdruck.
Der Brennerbasistunnel ist weit mehr als der (mit 62,7 km) zukünftig weltweit längste Eisenbahntunnel. Das bracht Vorstand Prof. Konrad Bergmeister in seiner Präsentation nicht nur technisch brillant, sondern ebenso begeisternd zum Ausdruck. Natürlich geht es vor allem um die im Land seit Jahrzehnten vehement geforderte Verlagerung von der Strasse auf die Schiene. Das Vorhaben bietet – so Bergmeister – aber weit mehr. So die Möglichkeit einer längst geforderten unterirdischen Stromleitung. Weiters: eine wesentliche Erweiterung der Wasserforschung und der Geothermie. Mit 1070 Wassenmeßstellen für Qualität und Quantität steht das BBT – Umfeld weltweit an der Spitze. Und welche Chancen das Projekt der Wissenschaft bietet zeigt der Umstand, daß schon jetzt neun Universitäten „BBT –mäßig“ in verschiedensten Fachgebieten vernetzt sind. Ebenfalls angesprochen: die Notwenigkeit, über verkehrslenkende Massnahmen nachzudenken.

Die Belastung der GemeindebürgerInnen – ein Bürgermeister berichtet.
Angeführt werden muß – unbedingt – der Mühlbachler Bürgermeister Alfons Rastner! Er brachte die Belastungen der Bevölkerung der Wipptaler Gemeinden durch den Bahnlärm und auch durch die „ewigen“ Autobahnbaustellen überzeugend in die Diskussion. Das muß man alles einmal – jahre – und jahrzehntelang miterleben!

Europäisches Geld steht bereit!
Der „Brennerbasistunnel“ ist aber auch ein Stück Europa, so Bergmeister. Laut erstem Beschluß des Europäischen Parlaments (2008) übernimmt die EU 27 Prozent der Baukosten, die bis 2013 anfallen. Also – bei rechtzeitigem Start – 900 Millionen €.
Daß das „Tiroler Vorhaben“ in der EU so gut positioniert ist, sei wesentlich dem früheren Verkehrskommissar Karel van Miert zu verdanken, anerkennt Bergmeister das Engagement des im letzten Jahr verstorbenen großen Europäers.

Der „Grüne Korridor“
Nach der Besichtigung des „Sillschluchtstollens“ ging es weiter nach Mauls. Dort wurden die ForumsteilnehmerInnen von DI David Marini und Dr. Walter Huber ( BBT – Beobachtungsstelle)
empfangen. Marini erläuterte vor allem das „Baulos Mauls – Aicha“ – der 10,5 km lange Erkundungsstollen Aicha wird voraussichtlich im November fertiggestellt und hat Investitionen von etwa 90 Mio € erfordert. Wie sensibel das BBT – Management mit den Anliegen der Bevölkerung umgeht erklärte Walter Huber : auf Wunsch der mauler BürgerInnen wurde der Stolleneingang zur Hintanhaltung von Staub – und Lärmbelastung um 500 Meter verlegt. „Mit so guten Technikern geht das“, kommentierte ein Forumsteilnehmer.




Teilnehmer der Exkursion Brennerbasistunnel


Mit Abt Georg im Stift
Vor der Abschlußdiskussion gab es noch eine beeindruckende Führung durch die Stiftskirche des Augustiner Chorherren Stiftes Neustift. Für diese und das Dankgebet nahm sich der Abt des Stiftes, Prälat Dr. Georg Untergaßmair, für die Freunde aus dem nördlichen Tirol persönlich Zeit.
Klubobmann Landtagsabg. Josef Geisler Die Abschlußrunde galt nochmals den Ausführungen von Vorstand Konrad Bergmeister. Dabei kamen vor allem Fragen nach dem „Grünen Korridor“ , der von Karel Van Mierth initiiert und nun von Walter Huber vorangetrieben wird , zum Tragen.
Das Land Tirol steht fest zu diesem Zukunftsvorhaben – erklärte für LH Günter Platter ÖVP – Klubobmann Josef Geisler. Er sprach besonders die ungeahnten Synergien (Geothermie, Strom) an und sieht Konrad Bergmeister als „Motor für das Projekt“.

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Forum - im Dialog




Prof. DDr. Konrad Bergmeister



Alt-LH Partl, Lothar Müller, Walter Huber (BBT_Beobachtungsstelle) und Roman Markowski (AVT)



LAbg. Dr. Josef Geisler als Vertreter des Landes Tirol


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