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Ab ins Zillertal - Forum AVT (28.04.2010) Interdisziplinäres Forum AVT: „Ab ins Zillertal“
Und wiederum hieß es für das Forum AVT „Ab ins Zillertal“. Gut 30 Technikbegeisterte aus den Bereichen Wissenschaft und angewandte Forschung, Management, Bau und Schulen folgten der Einladung des Forums, das sich seit zwölf Jahren erfolgreich dem Dialog zwischen Technik und Gesellschaft verschreibt.
Franz Markowski hat vor 40 Jahren die Vermessung AVT in Imst gegründet. Das europaweit tätige Unternehmen beschäftigt derzeit achtzig MitarbeiterInnen. Markowski und seine Mitgesellschafter haben gemeinsam mit Alt – Landeshauptmann Alois Partl und etlichen Professoren der Sozial – und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät das interdisziplinäre Forum ins aktive Leben gerufen. Dass „das Zillertal“ innerhalb kurzer Zeit zum zweitenmal besucht wurde ist vor allem dem Drängen des „Zillertaler AVTlers“ DI Engelbert Siegele zu verdanken.
Verantwortung für die Abwasserreinigung
Beim zweiten Zillertal – Besuch galten die Schwerpunkte dem Abwasserverband Achental – Inntal – Zillertal (AIZ) mit seiner Abwasserreinigungsanlage Strass, dem Verbund – Kraftwerk Gerlos II, dem „Europahaus NEU“ und den Arbeiten des Planungsverbandes Zillertal.
In Strass machte der – am MCI ausgebildete – Dipl. FH – Ing. Martin Hell klar, was hinsichtlich
der Abwassersituation und – reinigung Sache ist. Wenn es etwa darum geht, mit Fremdenverkehrs – Hochsaisonen fertig zu werden oder Strom aus dem letzten Speiserest zu gewinnen. Der Einzugsbereich – und damit die Verantwortung – reicht von der deutschen bis zur italienischen Grenze. 31 Gemeinden sind an die Anlage in Strass angeschlossen.
Begeisterte Techniker
Das Kraftwerk Gerlos II ist seit 2007 in Betrieb. Reinhard und Franz Pfister erklärten den Gruppen sowohl die Flexibilität der Regelbarkeit (von 35 bis 135 Megawatt) wie auch den Beitrag solcher Kraftwerke zur Versorgungssicherheit: das Kraftwerk ist in zwei Minuten voll am Netz, so Werkmeister Reinhard Pfister. Der gelernte Betriebselektriker kennt sein Kraftwerk in – und auswendig. Vom Druckstollen bis zum „Düsenbetrieb“.
„Zillertaler Komposition“
Das „Europahaus NEU“ in Mayrhofen ist eine faszinierende Komposition aus Architektur (Architekturhalle Telfs), einer Emotionen ermöglichenden Technikkonzeption und – über allem im Hintergrund: Zillertaler Identität. Geschäftsführer und Bauherr Hannes Pramstraller sieht die Komposition des neuen Hauses als „kulturellen Auftrag“. Das weithin bekannte „Europahaus“ wurde nach 30 – jähriger Kongressverwendung unter Bedachtnahme auf die Tradition umgebaut. Es bietet Plenar – und Seminarräume für zehn bis 1200 TeilnehmerInnen.
Mit dem Besuch des nahezu fertiggestellten Hauses begann für die ForumsteilnehmerInnen auch das Studium der Arbeit des Planungsverbandes Zillertal. Planungsverbandsobmann Josef Geisler , Nationalrat Franz Hörl und einige Tal – Bürgermeister wie Hansjörg Jäger konnten schon hier die „Kultur“, die erfolgreiche regionale Zusammenarbeit erfordert, darstellen.
Planungsverband: die Zukunft vorbereiten
Im Planungsverband Zillertal arbeiten alle 25 Talgemeinden zusammen. Für diese Zusammenarbeit gibt es klar definierte „Aktionsfelder“, die in oft mühsamer Kleinarbeit bearbeitet werden müssen. „Natürlich gibt es Interessensunterschiede, wenn es um die Umsetzung der Grundsätze „Ökonomie, Ökologie und Soziales“ geht“, so Obmann Josef Geisler. Und diese müssten ausdiskutiert werden. Für Nationalrat Franz Hörl ist es entscheidend, „wie man für die Zukunft denkt. Wir müssen das in und für Generationen machen“. Gleichzeitig gelte es , auch im Wettbewerb der Regionen vorne zu sein, erläuterte er am Beispiel der „Fünf Sterne Region“.
Eine sehr wichtige Unterstützung erfährt der Planungsverband durch die „Wasser Tirol – Dienstleistungsgesellschaft“. Diese bringt das neueste Know how aus Wissenschaft und angewandter Forschung herein, wie GF Ernst Fleischhacker erklärt. Die Diskussion und das Sich - Kennenlernen im „Kramerwirt“ dauerte noch etliche Stunden.
L.M.
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